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Bericht von Peter G. vom 03.10.04

Hallo Leute,

genau wie viele von Euch auch, habe ich mich nach einer legalen Möglichkeit einen Führerschein neu zu machen zunächst in Deutschland umgesehen und erkundigt. Obwohl mein Vergehen bereits mehr als zehn Jahre zurücklag, und ich auch durch meine stabile Lebensführung eine gewisse Läuterung gezeigt habe, bestand man in Germany auf die Geldbringende MPU.

Als ich dann im Juni 2004 dann von dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes las, das nämlich besagt, das Deutschland keinen F- Schein mehr einziehen darf, mit der Begründung des ordentlichen Wohnsitzes der letzten 185 Tage, suchte ich Hilfe im Internet. Dort bot sich mir auf den ersten Blick erschreckend schnelle Hilfe an. Internationale Ferienfahrschule war eines der Stichworte die Hilfe versprachen. 100 € nur anzahlen, als Option für einen baldigen Ausbildungsplatz, das klang gar nicht schlecht. Nach Terminbestätigung nahm ich mir dann also 3 Wochen Urlaub, kaufte das Ticket und packte Freitagabend meine Sachen um Montag dann pünktlich zu starten. Stettin. Polen.

23 Uhr Sonntagabend dann die E-Mail: „ Wegen Interner Schwierigkeiten können wir den Termin leider nicht einhalten, sie können sich im November erneut anmelden! Gez. Geltenport.

Auf meine E-Mail in der ich um Zurücküberweisung meiner 100 € bat, bekam ich bis heute keine Antworten. Dann gab es da noch eine Ferienfahrschule die ohne Anreise und Unterkunftskosten 2500 € haben wollte, aber von dem neuen BGH-Urteil, welches ja die Internationale-Ferien-Fahrschulgeschichte erst ins legale Licht gerückt hat, nichts zu wissen schien.

In meiner Not, mit dem bereits angetretenen Urlaub, der vorausgegangen Pleite und dem Wunsch nach mehr als 20 Jahren ohne Führerschein, wieder ein gleichberechtigtes Leben führen zu können, fand ich im Internet den Herrn Wahi mit seiner EU-FAHRSCHULCENTER.

Wir verabredeten uns nach einigen Vorgesprächen und einem vorab persönlichem Kontakt auf einer nahegelegenen Raststätte zur Abfahrt nach Polen. Unterwegs luden wir noch einige Gleichgesinnte auf und kamen dann nach 10 Stunden Fahrt in Breslau an.

Nachts um 3, hielt uns ein Portier in Uniform zu meiner Überraschung die Tür auf und wir waren innerhalb von 5 Minuten gut untergebracht auf unserem akzeptablen und stilvollen Einzelzimmer mit Fernsehen und Fünf deutschen Programmen. Einem meiner Mitgenossen wurde noch in der gleichen Nacht ein neues TV-Gerät gebracht und eingestellt, weil bei dem anderen die Fernbedienung fehlte. Soviel zum Service im Nachbarstaat Polen.

Am nächsten morgen dann, nachdem wir alle endlich von der Last des vereinbarten Preises befreit worden sind, ging es direkt zur Fahrschule, wo schon ein Arzt auf uns wartete der die erforderliche Eignungsprüfung mit uns machte. Danach hatte ich meine erste Fahrstunde von denen 29 folgten. Am Tag ca. 4 st. Praktisch und 2 Theorie. Danach war echt Urlaub angesagt. Breslau ist eine Reise Wert sag ich Euch. Obwohl Polen ein armes Land ist, der durchschnittliche Arbeiter 1.5 € die St. verdient, sind die Lokalitäten selbst unter der Woche zum bersten voll. Wohl auch deshalb weil Breslau eine Universitätsstadt ist. Zu erwähnen ist noch, das man hier sein englisch vergessen kann. Trotzdem habe ich mich während meiner ganzen Zeit in Polen immer gut betreut und sicher gefühlt. Das liegt auch mit an der Organisation bei der ich gebucht habe. Zahlreiche Personen, drunter mehrere Dolmetscher, Fahrlehrer, Stadtführer und der Chef selber sorgten hier zum einen dafür, dass ich meinen Führerschein in kürzester Zeit machen konnte und zum anderen auch noch einen angenehmen Polenaufenthalt hatte.

Kurz und gut, nach 14 Tagen dann endlich die Prüfung, bei der man übrigens anders wie oft irrtümlich angenommen, nichts geschenkt bekommt. Bei der Theorie übersetzte uns eine Dolmetscherin einzeln die Fragen unter den strengen Augen eines uniformierten Prüfers. Danach die Praktische Prüfung, bei der man nicht nur wie in Deutschland durch die Stadt fährt, sondern zusätzlich auch noch sein Geschick in einem eigens dafür aufgebauten Stangen und Linienparkur unter Beweis zu stellen hat.

Von allen 7 mit mir angereisten Personen bin ich der Einzigste der morgen, das heißt, 7 Tage später noch mal ran muss, weil ich nicht übers Parkur kam.

Drückt mir die Daumen,

und glaubt an das was Ihr lest, bei der EU-Führerschein-Fahrschulenvermittlung von Christian Wahi. M.f.G. Peter G.

Ps. Habe heute Nachprüfung gehabt und bestanden. Morgen verlasse ich Polen, mit einem weinenden und einem lachenden Auge… so long… Peter G.



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